Bereits im Landtagswahlkampf 2009 wurden sächsische Piraten beim Plakatieren in Chemnitz von Neonazis überfallen. Glücklicherweise kam damals niemand ernsthaft zu Schaden. Auch ein Infostand im niedersächsischen Delmenhorst wurde nach Angaben der beteiligten Piraten kürzlich von Rechtsradikalen angegriffen.

Jetzt aber wurde in der Nacht vom 7. zum 8.1.2011 ein aktives und antifaschistisches Mitglied der Piratenpartei Sachsen – nach eigenen Angaben – von vier faschistisch motivierten Tätern brutal “zusammengetreten” und liegt derzeit mit schweren Halsverletzungen im Krankenhaus.

Die Piratenpartei verurteilt diese offenkundig politisch motivierte Gewalttat und nimmt dies als Ansporn für weitere Aktionen, die sich im Sinne der Parteisatzung gegen totalitäre, diktatorische und faschistische Bestrebungen richten.

Der sächsische Landesverband der Piratenpartei, in dem das Opfer Mitglied ist, ruft seit November 2010 offiziell zur Unterstützung der Blockadeaktion “Dresden stellt sich quer – Dresden Nazifrei” auf. Jeder Pirat ist dazu aufgerufen, sich den Nazis friedlich zu widersetzen.