Sächsische Polizeigewerkschaft irritiert mit KI-generierten Inhalten
Am Rande der Zweitligapartie des 1. FC Magdeburgs gegen die SG Dynamo Dresden am 24.01.26 kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Mehrere Personen wurden dabei verletzt, darunter 64 Polizeibeamt:innen. Am 25.01.2026 veröffentlichte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Sachsen eine Pressemitteilung, in der sie die Ausschreitungen auf das Schärfste verurteilte. „Völlig zurecht“, findet Manuel Wolf von den Piraten Sachsen, „diese gewaltsamen Auseinandersetzungen haben nichts mit Sportbegeisterung oder Fankultur zu tun.“
Gleichzeitig kritisiert Wolf allerdings die bildliche Darstellung der GdP auf deren Homepage und Social-Media-Kanälen. Dort ist ein Bild zu sehen, welches zwei Beamte zeigt, die einen dritten Polizisten stützen. Dieser hat eine heftig blutende Kopfwunde und scheint kurz vor der Bewusstlosigkeit zu stehen. Im Hintergrund ist eine große Gruppe schwarz gekleideter Menschen zu sehen. Was auf den ersten Blick wie ein Foto wirkt, erweist sich bei genauem Hinsehen als eine durch künstliche Intelligenz erstellte Grafik. In der unteren rechten Ecke steht kleingedruckt: KI-generiert: ChatGPT.
„KI-generierte Inhalte machen es uns allen immer schwerer zu unterscheiden, was Wahrheit ist und was nicht“, so Wolf. „Gerade darum ist es wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger auf Informationen und Berichterstattungen staatlicher Organe vertrauen können. So eine Darstellung jedoch, die ganz offensichtlich nur dazu dient, Stimmungsmache zu betreiben, schädigt das Vertrauen in den Staat und seine Organe – und erinnert schmerzhaft an die Fake-News der amerikanischen ICE-Behörde.“
Die Glaubwürdigkeit der Polizei ist nicht Wolfs einzige Kritik an dem Vorgang, sondern auch der flapsige Umgang mit dem Datenschutz: „KI generiert Inhalte nicht durch Zauberhand. Irgendwer muss sie mit entsprechenden Daten ‚füttern‘. Wer sagt uns denn, dass die Polizei ChatGPT nicht auch für Korrespondenz und Dokumente nutzt? Bei dem Gedanken, dass deutsche Behörden unbedacht teils persönliche Daten in KI-Module einspeisen, wird mir ganz flau im Magen.“
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